Thema von Kerry im Forum Asatru Schweiz Stammti...
Salü zusammen! Zur Erinnerung, wir treffen uns zu unserem August Stammtisch am Sonntag den 30.8.26 um 11:00 wie immer in Zürich.
Wer sich über die weiteren Stammtische von 2026 informieren will findet mit folgendem Link eine komplette Auflistung: Stammtische 2026
Neulinge sind natürlich auch willkommen.
Diesen Monat haben wir drei Vorschläge für den Stammtischthema:
* Kennt ihr Orte, die ihr als "heilig" empfindet? * Habt ihr Meinungen oder Gefühle über Hölzer und Metalle, als Materialien? * Was ist euer Vorgehen, wenn ihr etwas von den Göttern wünscht, und an welchen wendet ihr euch?
Ich musste den Ort leider verschieben, weil sie keinen Platz mehr hatten. Jetzt treffen wir uns bei der Dupont Brasserie und Bar auf der anderen Seite vom Bahnhof.
Auch von mir ein herzliches Wilkommen. Ich freue mich, dass du zu uns gefunden hast, und hoffe dich sobald es für dich passt auch an einem Stammtisch begrüssen zu dürfen.
Auch ich heisse dich herzlich wilkommen bei uns. ^^
Ich weiss nicht, da dein Post schon eine Weile zurück liegt, wie aktuell das Thema noch ist. Auch kann ich mir unter Konfirmation und Jugendweihe und Ähnlichem nur aus Distanz etwas vorstellen. Das einzig ähnliche, dass ich kenne, ist die Bar/Bat Mitzva und auch dort war ich immer nur als Aussenstehende zufällig dabei, da ich zur Zeit nur zum wöchentlichen Schabbat anwesend war, weil ich damals überlegte jüdisch zu werden. Daher kann ich in der Hinsicht wahrscheinlich eh nicht viel Einsicht bieten. Ich habe das Gefühl, dass solche Übergangsrituale in meiner Heimat, der USA, etwas anders angesehen werden. Dort habe ich eher den Eindruck, dass weltliche Übergänge (z. B. Auto fahren lernen, Schule abschliessen, vom Elternhaus ausziehen, Heiraten) eine viel grössere Bedeutung haben als religiöse.
Was ich aber sehr gut nachvollziehen kann ist es in einer Familie zu sein, der auf der einen Seite stark christlich (Missionaren-Familientradition) und auf der anderen Seite atheistisch ist. Dabei geht es bei mir nicht direkt um meine Eltern, die eher mystisch/magisch unterwegs waren, sondern um die übrige Verwandtschaft. Die christliche Hälfte der Familie glaubt wohl immernoch, dass ich mich mit Judentum beschäftige. In vielen Hinsichten kann ich mit ihnen über Sachen reden, die mir wichtig sind. Ich muss sie einfach in anderen Worten fassen (z. B. viele von ihnen lieben auch die Natur, sprechen aber von der "Schöpfung Gottes"). Als Odinanhänger nehme ich meine Beziehung zu ihm genauso ernst wie sie Jesus oder den christlichen Gott nehmen. Daher verstehen sie meine Hingebung viel besser als die Atheistischen Familienmitglieder auf der anderen Seite. Ich rede manchmal von "meinem Gott" und meine damit Odin und sie fassen es wohl auf als würde ich vom monotheistischen Gott sprechen. Wenn es um unsere Gefühle für unsere jeweiligen Götter geht, dann sehe ich es nicht einmal als irreleitend an, denn unsere Gefühle sind ja ähnlich, auch wenn unsere Götter unterschiedlich sind. Manchmal kann man auch Kompromisse schliessen, wie als ich meine Tante davon überzeugen konnte, dass Gott auch mittels Tarotkarten mit jemanden kommunizieren kann. Sie hat sich dann glatt überlegt selber Tarotkarten auszuprobieren, natürlich mit einem Gebet zusammen.
Während meiner jüdisch geprägten Zeit habe ich fasziniert vielen Leuten die Parallelen erklärt zwischen der Folklore um den Prophet Elija und dem Wandereraspekt von Odin. Man geht davon aus, dass der Elija möglicherweise sogar ein Engel sein könnte und es gibt sehr viele Geschichten in denen er als schäbiger Wanderer unterwegs ist und Gastfreundschaft damit belohnt, dass er Weisheit und Rat schenkt. Bei einigen davon könnte man fast meinen, dass sie übernommen wurden, wobei unklar wäre welches Volk es vom anderen abgeschaut hat. Natürlich ist es auch möglich, dass Odin manchmal unter einem anderen Namen vor Juden erscheint. Auf jeden Fall sind die Unterschiede zwischen dem Elija in den heiligen Schriften und den Elija in der Folklore sehr interessant.
Mit der atheistischen Seite der Familie kann ich viel offener sein. Sie verstehen zwar nicht wieso ich überhaupt an einem Gott, geschweige denn an viele Götter glaube, aber sie akzeptieren dass ich so bin. Das kommt aber vielleicht daher, dass sie nicht nur Atheisten, sondern auch "Unitarisch-Universalistisch" sind (falls der Begriff unbekannt ist, siehe http://www.unitarier.at/). Dafür finden sie es sehr interessant sich über meinen Glauben zu informieren. In der USA sind wir aber auch wahrscheinlich etwas abgetrennter von den Nazi-Assoziationen mit Asatru. Dort muss ich eher ab und zu jemanden erklären, dass nicht alle Deutsche Nazis sind. Wenn jemand mich fragt, erkläre ich ganz schlicht, dass jede Religion seine Spinner enthält, die eine recht laute Minderheit bilden. Ich habe z. B. einen Christen anschliessend gefragt, ob er glaubt, die Welt wäre in sechs Tagen erschaffen worden. Er war eher wissenschaftlich unterwegs, also lautete die Antwort "Nein". Dann habe ich ihn gefragt, was er davon halten würde, wenn alle von ihm glauben würden, dass er diesen Glauben hatte, nur weil er ein Christ war. Hätte er es dann nicht begriffen, dann hätte ich ihn gefragt ob er die Hexenverfolgung oder die Kreuzzüge als richtig ansehen würde. Irgendwie kommt man immer an die Leute heran, wenn sie dafür offen sind.
Manchmal gestaltet sich die Sache aber nicht so einfach. Mein Vater hatte lange Zeit starke Vorurteile gegenüber dem Islam. Es war aber nicht so, dass er glaubte alle Muslimen seien Fanatiker oder Terroristen. Er hat uns einfach als Kinder immer wieder erklärt, dass das Islam eine grosse Bedrohung für die "Westliche Kultur" sei, den zum Glück die Franzosen unter Karl Martell bei der Schlacht von Tours in 732 aus Europa vertrieben hatten. Das Problem an seinen Vorurteilen war, dass sie zu schwämmig waren um sie zu widerlegen. Er hatte ja nichts gegen Muslime, an sich, solange sich nicht zu viele davon in der "Westlichen Welt" breit machten. Er war aber, an und für sich, ein vernünftiger Mann (er ist inzwischen verstorben). Hätte ich ihm Beweise vorlegen können, dass das Islam keine Bedrohung sei, so hätte er sie in Betracht gezogen. Hätte er geglaubt, alle Muslime seien Fanatiker oder Terroristen, so hätte ich ihm genug Gegenbeispiele und Statistiken liefern können, dass er seine Meinung geändert hätte. Ich kenne deinen Vater nicht, also kann ich ihn nicht so gut abschätzen. Es gibt aber, auch im Internet, viele Gegenbeweise zu seiner Meinung über Asatru zu finden. Einige wurden auch bereits erwähnt. Du könntest einige zusammensuchen und ihm vorlegen, beziehungsweise anbieten. Du musst nicht einmal sagen, dass du dich selber zum Asatru hingezogen fühlst um die Beweise nüchtern mit ihm zusammen zu besprechen.
Ich weiss nicht ob du unter den Geschichten und Erfahrungen etwas brauchbares findest, aber da stehen sie nun. Auf jeden Fall ist es schön dich im Forum bei uns zu haben.
Ich bin froh, dass dir das Bild auch gefällt und dass ich einige neue Infos liefern konnte. ^^ Wenn du 'mal die Gelegenheit hast nach Alaska zu fahren, dann könntest du sicher auch Bären dort selber live erleben. Wir waren zur Lachszeit dort und das ist ein Festschmaus für Fleischfresser und Allesfresser: Bären, Adler, Raben, usw. sahen wir wahrscheinlich deswegen noch mehr als gewöhnlich. Es ist ein schöner und recht wilder Ort: ich denke es würde dir gefallen. Da ich bereits schon soviel zitiert habe schicke ich es dir den Rest lieber als PM, nur um auf Nummer sicher zu gehen. Falls du dich näher mit Krafttieren beschäftigen willst kann ich dir auch den einen oder anderen empfehlen, je nachdem was für Bücher dich interessieren. Auch werde ich weiterhin Ausschau halten nach Infos über Bären.
Interesse hätte ich schon, doch ich müsste mit dem ÖV hin und hab kein GA. Die Fahrt würde doppelt soviel kosten wie der Eintritt und 30 Franken sind mir für das Ganze dann doch etwas zu teuer. Ich wünsche aber viel Spass. ^^
Hab beim Durchlesen im Forum diesen alten Thread entdeckt und finde es schon recht interessant. ^^
Naja, was den Zusammenhang betrifft zwischen verlorenes Wissen und Ausserirdische, ich sehe es darin, dass Ausserirdische oftmals für Wissen verantwortlich gemacht werden, was wohlmöglich wirklich einfach vergessen wurde.
Es gibt aber noch einen Aspekt dabei: oftmals kennen einfach die Archäologen dieses Wissen nicht. Scheinbar gibt es einen alten Dokumentarfilm, in der ein Archäologe, zur Kamera gewandt, darüber spricht, wie man keine Ahnung hat wie man die Obelisken hätte errichten können. Dabei versucht ein Ägypter hinter ihm vergeblich seine Aufmerksamkeit zu erregen. Endlich gibt er es auf und man sieht im Hintergrund wie er eine Gruppe anleitet, die einen Obelisken errichten. Nachher erst merkt es der Archäologe. Da dieser nicht aus einem Wüstengebiet kam war er nicht darauf gekommen, wie gut Sand sich zu diesem Zwecke einsetzen lässt. Ein anderes Mal, etwas weniger dramatisch, fragte man einen echten Bauleiter darüber, wie lange er brauchen würde um eine Pyramide zu erbauen, mit nur der Technologie, die man für damals vermutet hat. Er schaute sich um und gab dann eine Schätzung, die viel weniger Zeit und Arbeitskräfte verlangte als jene der Archäologen. Als einer ihn fragte wie er darauf gekommen war klärte er sie unter anderem auf: "Zum einen haben sie uns die Rampe da gelassen." Dabei zeigte er auf einen nahegelegenen Steinbruch. Um einen Beispiel aus einem anderen Teil der Welt zu erwähnen, ich glaube es war irgendwo in Südamerika wo die Archäologen etwas gefunden hatten bzgl. Boote, die aus Schilf gemacht worden waren und glaubten es zuerst fast gar nicht, bis sie eine Familie fanden, die diese Kunst noch beherrschte.
Da Archäologen auch nur Menschen sind kann man von ihnen nicht erwarten, dass sie alles Wissen und alle Spezialisierungen der Menschheit besitzen. Klar werden deswegen und auch wegen Mangel an Überlieferungen immer einige Fragen offen stehen. Dennoch muss man, meiner Meinung nach, nicht auf Ausserirdische greifen um viele davon zu erklären. Wenn man Interaktion mit höher entwickelten Wesen aus den höheren Seinsebenen mit einbezieht, so lassen sich noch viel mehr davon auch ohne Ausserirdische erklären.
Vielleicht klingt es daher Paradox wenn ich sage, dass ich die Möglichkeit dennoch nicht ausschliesse, dass Ausserirdische irgendwann doch hier gewesen sein könnten. Ich begründe diese Ansicht aber eher statistisch als mythologisch/archäologisch. Da das Universum unvorstellbar gross ist und unzählige Sonnensysteme und Planete aufweist, so finde ich es statistisch unmöglich, dass unser Planet der einzige ist, auf dem es Leben gibt und, bei wenigstens ein Teil davon, sogar intelligentes Leben. Da die Zeispanne begrenzt ist, in der es einer einzigen Art möglich wäre auf einem einzigen Planeten zu verweilen, auch wenn sie noch so erfolgreich ist (z. B. wir können höchstens noch ca. 1,5 Milliarden Jahre auf der Erde leben bevor die Sonne zu heiss wird und auf der Erde das Wasser anfängt zu kochen), ist es statistisch gesehen unwahrscheinlich dass, falls Raumfahrt über lange Strecken möglich ist (unser heutiger, technologischer Stand würde die Fortpflanzung im All als fast unmöglich erweisen und die Distanzen sind einfach zu weit um eine andere Überlebungsart als Spezies momentan zu ermöglichen, es sei denn wir liefern nur die Bausteine mit und lassen Komputer und Roboter den Rest erledigen), irgendein Prozentsatz von ihnen es nicht erfunden hätte. Dennoch ist es wahrscheinlicher, dass sie sich zunächst innerhalb ihrer Sonnensysteme nach aussen ausbreiten würden (wie wenn die Erde langsam unbewohnbar würde und wir anschliessend Mars kolonisieren würden). Bis eine Art also seinen eigenen Sonnensystem endlich verlassen würde hätte es folglich die Gelegenheit gehabt sich sehr weit zu entwickeln. Wenigstens ein Teil würde diese Gelegenheit auch genutzt haben. Daher erscheint es mit plausibel, dass es Ausserirdische mit hochentwickelter Technologie geben könnte, die auf der Suche nach neuen Heimatsplaneten sind.
Allerdings ist unser Planet vielleicht gar kein geeigneter Zielort für so eine Mission. Wenn ihre Technologie schon so weit entwickelt ist, dass sie abschätzen könnten wie alt ein Planet ist bevor sie darauf steuern, dann würden sie sicher mit Vorliebe eine nehmen, die noch nicht die Gelegenheit gehabt hatte intelligentes Leben zu entwickeln. Da das Irren aber bekanntlich nicht nur menschlich ist, könnten sich dennoch ein paar geirrt haben und weitergezogen haben, nachdem sie unerwünschte Konkurenz vorgefunden hätten oder aber sie hätten aus einem anderen Grund herkommen können, z. B. Forschung. Auch in der menschlichen Sichtweise kommt man so langsam darauf, dass es vielleicht bessere Planeten gäbe als die Erde: sogenannte "Superplaneten", die grösser sind und einen schwächeren Stern umkreisen, sodass sich viel länger darauf leben lässt und auch die Ströme im inneren des Planeten anders wären. Wenn ich zu tief in die wissenschaftlichen Details eintauchen würde, so wäre es nun wirklich eine Abweichung vom Thema. Daher, falls die möchte-gern-Kolonisten die gleichen Lebensvoraussetzungen hätten wie wir, so hätten sie auch bessere zur Auswahl.
Schwieriger gestaltet es sich im Falle eines Forschungsziels ein Gegenargument zu finden. Auch unter uns Menschen gibt es immer wieder welche, die zu Orten hingehen wollen wo noch keiner gewesen ist um herauszufinden was es dort gibt. Ich vermute stark, dass es unter, wenn nicht allen, dann sicher den meisten intelligenten Spezies solche Individuen gibt. Gäbe man ihnen einen oder mehrere Raumschiffe statt drei Schiffe (im Falle von Kolumbus), so wären ihre Entdeckungen auch eher Planeten als Inseln. Wären diese erstmals entdeckt, so gäbe es sicher auch Neugierige darunter, welche wissen wollen würden wie die dortige Arten leben.
Um es also kurz zu fassen, ich glaube an vieles nicht, was der Herr von Däniken behauptet, schliesse jedoch nicht aus, dass er mir der einen oder anderen Aussage vielleicht doch recht haben könnte. Um konkret etwas in diesem Bereich zu glauben bräuchte ich jedoch handfestere Indizien.
Da ist schon recht viel spannendes zusammengekommen. ^^ Da habe ich meine Bücher bzgl. Krafttiere etwas durchstöbert zu dem Thema. Vieles vom dort genannten findet sich auch im bereits besprochenem wieder, doch ein paar Aussagen will ich hinzufügen.
Irene Dalichow (Krafttiere - Boten der Göttin): "Weitere Lektionen, welche dieses Krafttier zu erteilen vermag, heißen Mut, Macht und Unverwundbarkeit." "Bei den Kelten gab es den Bärengott Artaois, der mit dem Polarstern des Großen Bären zu tun hatte." "»Art« heißt Bär, Arthus oder Arthur ist der »Bärenmann«. So verbindet das Bild des Bären den Urschamanismus mit dem Druidentum der Mysterien des Königs Arthus." "Die Göttin Diana/Artemis verkörperte sich in vielen Tieren, vor allen Dingen aber in einer Bärin." "Im Christentum ist der Bär das Attribut des heiligen Gallus sowie der Heiligen Columba und Columban, die beide im keltischen Christentum eine wichtige Rolle spielten."
Anja Senser/Klaus Lang (Heilbuch der Druiden): "»Mit dem Segen des Großen Bären am Sternenhimmel und der tiefen, fruchtbaren Erde rufen wir die Kräfte des Nordens.« (aus einer druidischen Zeremonie)" "Archäologische Funde von 70.000 Jahre alten Steinaltären und Bärenknochen am Drachenloch in der Schweiz weisen darauf hin, dass wir es hier mit einem Ur-Uralt-Tier der Menschheit zu tun haben." "Die Kelten nannten ihre Bärengöttinnen Artio oder Andarta, ihre Bärengötter Artaois oder Arthe. Den Bärengöttern wurde der Polarstern des Großen Bären zugeordnet. »Arthur« bedeutet »Bärenmann«. Er verkörperte einen starken, mächtigen Krieger." "Stärke mit Intuition gepaart bedeutet Macht. Hier wird uns das archetypische Bild von Herrschertum vor Augen geführt. Der Bär ist darüber hinaus ein verehrtes Totemtier für spirituelle Krieger." "Der Bär, Art, wird besonders zur Zeit der Wintersonnenwende verehrt."
Philip und Stephanie Carr-Gomm (The Druid Animal Oracle): "Das grösste Kompliment, den man einem Helden in der keltischen Tradition geben konnte, war es ihn als ein Art an neart - einen kräftigen Bären - zu beschreiben." "Die Funde von Steinaltare und große Ansammlungen von Bärenknochen bei Drachenloch in der Schweiz beweisen, dass die Neanderthaler den Höhlenbär vor 70.000 Jahren als der Meister der Tiere verehrten. In den Lascaux Höhlen in Frankreich finden wir, auf 17.000 vor Christus datiert, einen kopflosen Modell eines Bären, der bei Zeremonien sehr wahrscheinlich in Fell gewickelt war mit einem angemachten Bärenkopf." "Ein Altar aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus, der dem Bärengott Ardehe geweiht war, fand man im französischen Dorf St. Pé-d'Ardet (von St. Père Ardehe), der im "Bärental" - im Vallée de l'Ourse - nicht weit von Lourdes." "Bärenpelze waren als Kleidung beliebt und der Häuptling aus der späten Eisenzeit, dessen Beerdigung bei Welwyn in Hertfordshire ausgegraben wurde, lag auf einem Bärenpelz." "Bärenzähne galten als mächtige Amulette und mehrere Bärenanhänger aus Gagat wurden in Nordbritannien gefunden." "Die Ehre, die in der druidischen Tradition dem Bären galt, zerfiel mit der Ankunft des Christentums und wurde pervertiert zum Zeitvertreib des Bärenhatz." "Die Notwendigkeit, in der heidnischen Vergangenheit verwurzelt, dass jede Siedlung seinen eigenen Bären haben sollte, sieht man auch im späten siebzehnten Jahrhundert wo, bei Congleton in Cheshire, die Bürger sich entschieden mit Geld, der für eine neue Bibel reserviert worden war, einen Ersatz zu kaufen für den kürzlich verstorbenen Dorfbären." "Die Wintersonnenwende ist bekannt als Alban Arthuan - das Licht Arthurs." "Der Große Wagen ist auch bekannt als der Große Bär oder der Pflug Arthurs."
Jeanne Ruland (Krafttiere): "In Sibirien gilt Gevatter Bär als spiritueller Lehrer, Schamane und mythischer Vorfahre." "Er war der grischichen Mondgöttin Artemis (röm. Diana) geweiht; die keltische Mondgöttin Berne wurde als Bär dargestellt, ebenso Thor in der nordischen Sagenwelt, wohin auch die Bären Atli und Atla gehören, welche die Pole männlich und weiblich symbolisieren." "Bärenhöhlen sind Einweihungsstätten, und den Bären selbst werden heilende Kräfte nachgesagt." "Seine Zähne verscheuchen Dämonen, und wer die Bärenklaue anlegt, besitzt die Heilkraft des Tieres und wird von ihm geführt." Indianische Medizinrad: 22.Aug - 21.Sept Richtung: Südsüdwest Pflanze: Veilchen Themen: Urteilsfähigkeit, Bescheidenheit, praktisches Handeln, Fleiß Amulett: Schutz, Heilung, Kraft, Tapferkeit, Mut, Stärke Steine: Heliotroph, Beryll, Jaspis, Türkis, Topas Farben: Braun, Waldgrün, Violett, Rot Elemente: Erde, Feuer Assoziationen: Bärentatze, Pentagramm, Spirale, Höhle, Thurisaz, Thors Hammer, Eiche Tarot: Der Herrscher
Ted Andrews (Die Botschaft der Krafttiere): "In der Alchemie symbolisiert er die nigredo (»Schwarzwerden«) der materia prima (»Urstoff«). Er bezieht sich auf alle Anfangsphasen und Urinstinkte."
Die Details, die eher nur für Schamanen und Suchende oder für Tierbeobachter interessant wären, lasse ich aber vorerst weg. Du hast ja nach unseren eigenen Erfahrungen gefragt. Da habe ich einige, leider ohne grossen Zusammenhang.
Auf einer Reise nach Alaska, durfte ich Bären beim Lachsfang beobachten. Es war ein geschützter Beobachtungsposten für Touristen, folglich waren die Bären recht gewohnt an das Ganze. Einige davon schauten uns zwar an, doch ich hatte fast das Gefühl als fänden sie es komisch, dass diese zweibeinige Wesen solchen Interesse daran hatten, sie zu beobachten. Ich stelle mir vor uns erginge es ähnlich, wenn ein Anthropologe unseren Müll durchwühlen würde um Anzeichen zu finden darauf, wie wir leben. (Sehr vieles von dem, was Archaeologen untersuchen ist uralter Müll, daher hat eine Studiengruppe einst tatsächlich den Müll von modernen Menschen untersucht um ihre Methoden zu testen. Es war verblüffend wie effektiv sie waren.)
Obwohl ich wegen den Reaktionen der Bären, die ich gespürt habe, etwas verlegen wurde, fand ich es dennoch faszinierend wie schnell und effektiv sie waren. Es waren vor allem Schwarzbären, die bei uns in der Nähe zum Wasser gingen, schnell einen Fisch fingen und dann einen ruhigen Platz (meist ausserhalb unserer Sichtweite) aufsuchten um es zu fressen. In der Distanz sahen wir einen riesigen Braunbären am wahrscheinlich besten Jagdplatz: dort wo das Wasser sehr seicht wurde.
Ein anderes Mal waren wir auf einer Wanderung und bewegten uns aus Versehen auf ein Junges zu, was man von unserem Blickwinkel aus nicht sehen konnte. Man hat sofort gespürt wie seine Mutter, die vorher noch ganz friedlich gewesen war, uns plötzlich anstarrte. Es war als gäbe es eine unsichtbare Wand, gegen die ich getreten war. Wir hielten and und bewegten uns weg. Sie rief ihn daraufhin zu sich und sie gingen gemeinsam weg.
Ein weiteres Mal entdeckten wir so etwas wie ein Pfad, den wir eine Weile befolgten. Erst als wir die Fussspuren entdeckten wussten wir, dass es nicht von Menschen gemacht worden war. Wir sahen sogar den Eingang zur Höhle. Ich hatte das Gefühl beobachtet zu werden, allerdings vom Gebüsch aus, und ich spürte Unsicherheit, doch keine Bedrohung an sich. Ich riet meiner Schwester, wir sollten uns vielleicht doch abwenden um den Bären nicht zu stören. Dieser schien durch unser langsames Weggehen erleichtert zu sein. Nun ja, jedenfalls projiziert dieses etwas, was uns beobachtet hatte, Erleichterung.
Was Teddybären anbelangt muss ich immer an dieses Bild denken: http://img-9gag-fun.9cache.com/photo/ay5OKMy_700b.jpg (Teddybären - schützen unschuldige Kinder gegen Monstern-unter-dem-Bett seit 1902.) Hiermit hat man den Schutzaspekt des Bären aus der alten Zeit wohl wieder eingebaut. Ich habe auch eine Version mit alternativem Text gesehen: This is why - you sleep with a teddy bear. (Das ist der Grund - warum man mit einem Teddybär schläft.)
Ich fand auch deine Erklärung bzgl. das Wort "gebären" faszinierend. Im Englischen gibt es das auch, allerdings in einer inzwischen eher altmodischen Beschreibung: "bear a child" = "ein Kind gebären".